| Die Christus-Kapelle in Soltendieck | | Drucken | |
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Seite 1 von 2 Noch um 1800 bestand die Ortschaft Soltendieck aus nicht mehr als sieben Häusern. Heuerstorf hatte damals zehn Häuser, Kattien ebenfalls zehn, und Thielitz sogar nur fünf. Seither sind diese vier Ortschaften sehr gewachsen, besonders nach dem zweiten Weltkrieg. Dieses Anwachsen weckte den Wunsch nach eigenen Gottesdiensten in diesem Teil des Kirchspiels Bodenteich. Solche eigenen Gottesdienste sowohl für evangelische wie auch für katholische Christen wurden seit dem 1.12.1950 in der Soltendiecker Schule gefeiert, neben der 1956 ein Glockenturm errichtet wurde. Nach der Einweihung des neuen Soltendlecker Dorfgemeinschaftshauses am 5.7.1968 fanden die Gottesdienste und die Gemeindekreise dort eine neue Heimstatt. Schon fünf Jahre zuvor, am Himmelfahrtstage 1963, hatte jedoch der damalige Propst Ahnert bei einem Gottesdienst in der Soltendiecker Schule die denkwürdigen Worte gesprochen: "Diese Gemeinde muß eine Kapelle bauen! Diese Worte fielen auf fruchtbaren Boden. Am 5.9. 1966 wurde ein Kapellenbauverein gegründet, der unter dem Vorsitz von Heinz Petersen nicht nur in den folgenden Jahren nahezu 35000 DM für die Innenausstattung der Kapelle zusammenbrachte, sondern der sich vor allem immer wieder nachdrücklich gegen alle Bedenken und Hindernisse für den Bau der Kapelle einsetzte. Dennoch schien die Verwirklichung des Vorhabens kaum möglich zu sein. 1971 beschloß dann der Rat der Gemeinde Soltendieck mit dem damaligen Bürgermeister Heinz Licht an der Spitze den Bau der Kapelle. Die Kirchengemeinde erwarb das Baugrundstück, und der Kirchenkreis steuerte 30000 DM zum Neubau bei. Den Löwenanteil der Baukosten, die insgesamt mehr als 300000 DM ausmachten, übernahm die politische ,Gemeinde Soltendieck, die die Kapelle dann später bei der Einweihung der St. Petri-Gemeinde Bodenteich übereignete. Den Auftrag für Entwurf, Planung und Bauleitung erhielt Architekt Günther Gröhn in Bodenteich.
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Er entwarf einen Kapellenbau mit rechteckigem Grundriß und mit einem zur Ostseite hochschwingenden Dach. Die Kapelle enthält einen mehr als 120 Quadratmeter großen Gottesdienstraum für die Gottesdienste beider Konfessionen und zwei kleinere Räume für Kindergottesdienstgruppen. Da die Kapelle zugleich als Friedhofskapelle dient - für alle Einwohner ohne Rücksicht auf ihre Konfession - befinden sich in einem Nebengebäude ein Geräteraum und eine Totenkammer mit Kühlungsvorrichtung. Der Träger des angrenzenden Friedhofes ist die Samtgemeinde Bodenteich. Das Äußere der Kapelle und der Gottesdienstraum erhalten ihr besonderes Gepräge durch die Verwendung von holländischen Handformziegeln und durch eine farbige Betonverglasung, die von der Firma Lilienthal geschaffen wurde. ![]()
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Die grünen Antependien für Altar und Kanzel wurden bereits 1965 für die Gottesdienste in der Schule vom Soltendiecker Frauenkreis angefertigt. Später kamen durch Spenden von Konfirmanden und anderen Gemeindegliedern 1980 violette und 1981 weiße Antependien hinzu. Den Taufstein und die Luther-Rose stiftete Heinz Petersen, das 1981 aufgestellte Altarkreuz Frau Marie Grote, die dazu passenden Altarleuchter weitere Gemeindeglieder. Aus weiteren Spenden konnten später auch noch Auflagen für die Bänke und Krippen-Figuren für die Weihnachtszeit angeschafft werden. Der Grundstein für die Soltendiecker Christuskapelle wurde am Michaelistag, dem 29.9.1972, gelegt. Genau ein Jahr später, am 29.9.1973 fand die Einweihung statt, die vom "Initiator" des Kapellenbaues, Propst Ahnert, vollzogen wurde.
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