Die St. Bartholomäus-Kirche in Lüder - Kirche Bad Bodenteich

Die St. Bartholomäus-Kirche in Lüder | Drucken |

 

Die Bartholomäus Kirche in Lüder  ist 1373 erbaut und hat Kriege und Witterungseinflüsse bis heute überlebt. Durch den Zehnpflichtigen, Abgaben, die in jener Zeit zu entrichten waren, gelangten die Rechte über Henning und Werner von Bodenteich durch einen Verkauf 1304 an das Zisterzienserkloster nach Isernhagen. Das Kloster Isernhagen hat dann 1373 veranlasst eine Kirche: 60 Fuß lang, 30 Fuß breit und 20 Fuß hoch zu bauen (ein Fuß ist ca. 30 cm). Die Kosten lagen bei 100,- Mark. Im Vergleich dazu kostete ein Bauernhof 20,- Mark.
Die Gründungsurkunde ist erhalten und liegt im Kloster Isernhagen.
Regelmäßige Gottesdienste wurden zu dieser Zeit nicht abgehalten. Es war vielmehr eine Wallfahrtskirche. Um Hilfe und Fürbitten wegen ihrer Krankheiten wie Haut und Nervenleiden zu erfahren, kamen die Menschen aus der näheren Umgebung bis hin nach Braunschweig. Belegt ist es nicht, aber vermutlich kommt der Name Bartholomäus daher, einem der 12 Apostel Jesu, dem Schutzpraton für viele Berufe wie zum Beispiel Hirten, Metzger, Gerber, Schuhmacher und Schneider.

Eine Heiligenfigur des Bartholomäus konnte Dank der Konfirmandenspende von 1987 (es waren 13 Konfirmanden) angeschafft werden und steht in der Kirche neben der Brauttür. Einmal jährlich wurde ein Danktag mit einem Gottesdienst eigeleitet. Es war der 24. August, dem Bartholomäustag und Erntedank für die eingebrachte Getreideernte. Buntes Markttreiben herrschte um die Kirche. 1790 artete dieses Fest in ein wüstes Treiben aus und der Hunnenmarkt, wie die Leute es nannten, wurde abgeschafft. Der Pastor weigerte sich entschieden dieses Fest mit einem Gottesdienst einzuleiten. Anfang des 19.Jahrhunderts  war die Kirche in einem sehr miserablen Zustand, so dass Dach, Gebälk und Mauern erneuert werden mussten. Weitere Renovierungen erfolgten 1867 und 1934 zeitweilig hatte die Decke der Kirche sogar einen Sternenhimmel, der bei einer Renovierung im Jahr 1960/61 wieder entfernt wurde. 

Bei diesen Arbeiten wurde auch der moderne wieder durch den  aus dem 17. Jahrhundert ersetzt. Er schmückte die Kirche bis Mitte des 19. Jahrhunderts und tut es heute wieder. Der  befindet sich heute in einer Seitennische der Kirche.

   


Zur 600 Jahrfeier 1973 wurde schließlich ein elektrisches Läutwerk eingebaut. Die verwitterte Außenhaut des Turmes mit einer Ziegelsteinschicht verkleidet. Der Kachelofen wurde durch eine elektrische Fußbodenheizung ersetzt. Neue Nummerntafeln wurden angeschafft  und schließlich die Kirche neu gestrichen. Finanziert wurde das Ganze durch Landverkäufe und viele Spenden.
Ebenfalls durch Spenden wurde 1981 die Kirchenfenster und 1992 die Feldsteinmauer, 2002 die Reparatur der Orgel aus dem Jahre 1881 sowie 2006 der elektrische Uhr-Aufzug.
Nach der Reformation wurde  im Herzogtum Lauenburg - Braunschweig um 1527 durch Herzog Ernst den Bekenner, das evangelische Bekenntnis eingeführt. Von da fand alle 4 Wochen eine Katechismuslesung statt, die nach und nach in 13 Predigtgottesdienste umgewandelt wurden und bis heute erhalten worden sind. Ein ganz besonderer Gottesdienst ist inzwischen die Osternacht geworden. Lüder verfügt durch einen Erlaß der Hannoverschen Synode aus dem Jahr 1862 über einen Kapellenvorstand. Danach sollten mit dem Schulvorstand und der Gemeinde der Kapellenvorstand für die Kirche verantwortlich sein. 1863 wurde der erste Kapellenvorstand gewählt. Es sind drei gewählte und ein berufener Vorsteher.
Den Aktuellen Kapellenvorstand finden SIe hierBilder: hier


Der Text wurde erstell von: Frau Monika Hilleberg