Die St. Petri Kirche - Kirche Bad Bodenteich

Die St. Petri Kirche | Drucken |


Die heutige St.-Petri-Kirche
wurde am 6.11.1836 eingeweiht.


 Das Innere
Das Kircheninnere mit seinen ursprünglich 960 Sitzplätzen hat die Form einer dreischiffigen Hallenkirche mit flachen Decken in fast 9 in Höhe über den Seitenschiffen und Seitenemporen und einem 12 m hohen Tonnengewölbe über dem Mittelschiff, der schmalen Kanzelempore und der großen Orgelempore, unter der zwei Emporentreppen nach oben führen.
Die mit Reliefornamenten verzierte Altarwand hat zwei rundbogige Durchgänge zu einer Einporen- und Kanzeltreppe an der Nordseite und einer Sakristei an der Südseite.
Ursprünglich waren Wände und Decken weiß gekalkt. Nur die Kanzel, die Altarwand und die Orgel waren teilweise vergoldet. Alle Holzteile waren gleichmäßig graublau gestrichen. Die Fenster waren sämtlich nur einfach verglast ; Das große Chorfenster im Ostgiebel mit Stoff-Draperien abgeblendet.
Die Orgel
Die alte Orgel aus dem Jahre 1700 hatte ein Manual, Pedal und 19 klingende Register. Sie war von Conrad Euler aus Wahmbeck an der Oberweser gebaut und musste wegen des Kirchenneubaus vom Kirchenvorstand 1831/32 nach Ohrdorf verkauft werden, wo sie noch heute steht. Bereits aus der Bauzeit dieser Kirche (1833-36) stammt das unter Denkmalschutz stehende Gehäuse der Orgel.
Das Instrument selbst wurde mehrmals aus- und umgebaut. 1996 entstand hinter dem alten Prospekt ein von Grund auf neues Orgelwerk der Firma Hillebrand aus Altwarmbüchen.
  

 Diese mechanische Orgel besteht aus 1718 Pfeifen und hat bei zwei Manualen und Pedal 27 Register. Sie wurde am 3.11.1996 geweiht.

    Der Taufstein
Ebenfalls von 1836 stammt der aus Sandstein modellierte kelchförmige Taufstein. Als Zierde trägt er acht eingemeißelte, vergoldete Palmzweige. Rund um eine kreisförmige Vertiefung für den Einsatz einer silbernen Taufschale schmücken den oberen Rand vier Bibelstellen: „Matth.28,V.19“ (Taufbefehl), „Marc. 16, V. 16“ (Taufverheißung), „Joh.3,V .5“ (neue Geburt) - „Marc. 10, V. 14“ (Kinderevangelium).


Die Ausmalung
Im Jahre 1912 wurde das Kircheninnere von Wilhelm Sievers, Hannover, “Maler für mittelalterliche Kirchenmalerei, farblich ganz neu gestaltet.
Damals erhielt das Tonnengewölbe seinen „Sternenhimmel“, Orgelprospekt, Emporenbrü
stungen, Kapitelle und Gesimse wurden mit Ornamenten dekoriert und neu vergoldet. An den
Emporen wurden drei Bibelworte angebracht:
An der Südseite : „ALSO HAT GOTT DIE WELT GELIEBET; DASS ER SEINEN EINGEBORENEN SOHN GAB. Joh.3,16“
an der Nordseite : „SEID ABER TÄTER DES WORTS; UND NICHT HÖRER ALLEIN; DADURCH IHR EUCH SELBST BETRÜGET.
Jak. 1,22“ - an der Orgelempore „LOBE DEN HERRN METNE SEELE, UND VERGISS NICHT, WAS ER DIR GUTES GETAN HAT. Ps 103,2“

Die Glasmalerei
Im Jahre 1929 schuf Franz Lauterbach „Kunstmaler für kirchliche und profane Glasmalerei“ in Hannover, für das Mittelstück des Chorfensters eine Darstellung von der Anbetung der Hirten an der Krippe Jesu und für die viertelkreisförmigen Seitenteile des Fensters zwei Darstellungen vom Weinstock und seinen Reben. - Im März 1945 wurde bei der Explosion eines Munitionszuges auf dem Bodenteicher Bahnhof ein Teil der Fenster zerstört. Die Glasmanufaktur Schneider aus Glinde bei Hamburg ergänzte die zerstörten Teile 1976/77 mit ornamentalen, farbigen Scheiben.