Geschichte der St. Petri-Kirche Bad Bodenteich - Kirche Bad Bodenteich

Geschichte der St. Petri-Kirche Bad Bodenteich | Drucken |

Die Ausmalung

Das Kircheninnere wurde 1912 von Wilhelm Sievers, Hannover, Maler für mittelalterliche Kirchenmalerei, farblich neu gestaltet.  Damals erhielt das Tonnengewölbe seinen „Sternenhimmel“, Orgelprospekt, Emporenbrüstungen, Kapitelle und Gesimse wurde mit Ornamenten dekoriert und vergoldet. 

An den Emporen wurden drei Bibelworte angebracht, an der Südseite:
„ALSO HAT GOTT DIE WELT GELIEBET; DASS ER SEINEN EINGEBORENEN SOHN GAB.  Joh 3,16“, an der Nordseite: „SEID ABER TÄTER DES WORTES UND NICHT HÖRER ALLEIN; DADURCH IHR EUCH SELBST BETRÜGET: Jak 1,22“,

an der Orgelempore:

„LOBE DEN HERRN, MEINE SEELE, UND VERGISS NICHT, WAS ER DIR GUTES GETAN HAT. Ps 103,2“.

 

 

Die Glasmalerei

Ebenfalls 1929 schuf Fritz Lauterbach, Kustmaler für kirchliche und profane Glasmalerei in Hannover für das Mittelstück des Chorfensters eine Darstellung von der Anbetung der Hirten an der Krippe Jesu und für die viertelkreisförmigen Seitenteile des Fensters zwei Darstellungen vom Weinstock und seinen Reben.  Im März 1945 wurde bei der Explosion eines Munitionszuges auf dem Bodenteicher Bahnhof ein Teil der Fenster zerstört.  Die Glasmanufaktur Schneider aus Glinde bei Hamburg ergänzte die zerstörten Teile 1976/77 mit ornamentalen, farbigen Scheiben.

 

 

 

Kruzifix und Altarleuchter

Zur 100-Jahrfeier der Bodenteicher St. Petri-Kirche im November 1936 schnitzte der Bildhauer Wilhelm Groß aus Oranienburg bei Berlin für das Altarkreuz einen 88 cm hohen Christus und eine Tafel mit der Kreuzüberschrift I.N.R.I. aus natürlichem Birkenholz.

Zur gleichen Zeit enstanden in der Werkstatt von Eva Dittrich in Hildesheim zwei 42 cm hohe silberne Altarleuchter mit Schäften aus dunklem Eichenholz.  In die Füße dieser Leuchter sind zwei Bibelworte eingraviert:

„DER HERR IST MEIN LICHT UND MEIN HEIL“ und „DAS LICHT SCHEINT IN DER FINSTERNIS“. 

Diese beiden Altarleuchter wurden 1951 durch zwei in der Form ähnliche, aber nur 36 cm hohe und überwiegend aus Kupfer bestehende Altarleuchter von Rudolf Koolmann in Lübeck ergänzt.

 

Umgestaltungen

Aus dem Jubiläumsjahr 1936 stammt auch noch die untere Kanzel im Altarraum, durch die der Prediger der Gemeinde näher gerückt wird.  Die obere Kanzel auf dem „hohen Chor“ wird seither nur noch an besonderen Festtagen benutzt, wenn die Emporenbänke gefüllt sind.  Bei der Innenrenovierung 1976/77 erhielt der Fußboden der Kirche Bützflether Ziegelparkett.  Die Sandsteinplatten im Altarraum wurden um eine Stufe gesenkt. 

Neue, kürzere Bänke im Mittelschiff ersetzen die durchgehenden, langen Bänke.  Die Seitenschiffe erhielten dagegen Stühle.  So wurde zwar die Zahl der Sitzplätze auf etwa 600 verringert, aber der Kirchenraum neu gegliedert.  Die Kirche erhielt außerdem einen neuen Innenanstrich, der 2011 in den jetzigen Farbton geändert wurde  Außerdem wurden die Bänke in Säulenfarbe gestrichen. 1964 bekam die Kirche als Ersatz für die beiden im 2. Weltkrieg abgelieferten Kronleuchter einen Messingkronleuchter und 1976/77 Leuchten an den Säulen.