Geschichte der St. Petri-Kirche Bad Bodenteich - Kirche Bad Bodenteich

Geschichte der St. Petri-Kirche Bad Bodenteich | Drucken |

Ursprung der Kirche

Die Bodenteicher Kirche ist dem Apostel Petrus geweiht.  Das deutet auf den Ursprung der Kirche aus der fränkischen Sachsenmission vor über 1100 Jahren hin, also der Zeit Karls des Großen.  Urkundlich wird die ekklesia in Bodendike zuerst 1323 erwähnt.  Bis dahin hatte das Rittergeschlecht derer „von Bodendik“ das Kirchenpatronat, von 1323 bis 1871 der jeweilige Landesherr und Besitzer der Burg.
1323 wird erstmals ein Pfarrer namens Heiso erwähnt.  1531 schickte Herzog Ernst der Bekenner mit Hermann Sonnemann den ersten evangelischen Pastor hierher.

 

Der Turm und die Glocken

Nach diesem verheerenden Feuer wurde zunächst 1817 wieder ein hölzerner Glockenturm errichtet.  1894 entstand dann das heutige Wahrzeichen des Flecken

Der Glockenturm misst an den Fundamenten 8 Meter und erreicht eine Höhe von 52 Metern.  Er wurde vom Architekten Werner Söchtig aus Hildesheim entworfen.  Nach Sturmschäden erhielt er 1970 eine neue Bekrönung mit Knauf und Kreuz.  Das alte Kreuz steht heute in der Kirche.  Bis 1975 wurden die Turmzwiebeln anstelle der früheren Schieferplatten mit Kupfer gedeckt.

 

Im Turm hängen drei Glocken mit der Tonfolge d'-e'-g'.  Den Schlagton e' hat die 1874 von der Glockengießerei Radler in Hildesheim gegossene Welfenglocke.  Sie ist die einzige Bronzeglocke des Ortes.  Ihre Inschrift lautet: KOMM·DENN·ES·IST·ALLES·BEREIT!  Die beiden Stahlglocken wurden 1955 und 1956 vom Bochumer Verein gegossen.  Sie tragen die Inschriften: JESUS CHRISTUS HAT DEM TODE DIE MACHT GENOMMEN und VERLEIH UND FRIEDEN GNÄDIGLICH – HERR GOTT ZU UNSERN ZEITEN.  Die Turmuhr von der Firma Weule in Bockenem am Harz stammt von 1895.  Im 1. Weltkrieg wurden auch die Uhrschlagglocken abgeliefert und durch Gussstahlglocken ersetzt.