| „I‘m not a banana!“
Dieser Satz könnte das Lebensmotto „Mama" Nyembes sein. Ich bin keine Banane; ich lasse mich nicht unterkriegen. Ich gebe nicht nach! Ich gebe nicht auf! Und so haben wir sie in den drei Wochen ihres Besuches kennen gelernt :Vielseitig interessiert. Es war ihr Lebenswunsch, einmal in Deutschland zu sein. Sie wollte kirchliche Einrichtungen sehen, Kindergärten, die Arbeit der Diakonie kennen lernen, Selbsthilfegruppen und ihre Arbeit, Tagestätten für Obdachlose, Krankenhäuser. Die Schulen waren ihr wichtig und Informationen über das Schulwesen in unserem Land. Sie nahm am Unterricht in den verschiedenen Schulen teil und erzählte immer wieder voller Begeisterung von den Begegnungen mit den Schülerinnen und Schülern der Grundschule Bad Bodenteich. Die Verständigung klappte - auf Englisch. Und es war ihr wichtig, Menschen kennen zu lernen – bei Besuchen, als Gast, in der Kirche, beim Missionswerk in Hermannsburg., beim Missionsfest in Suhlendorf/Dalldorf, bei Gemeindefesten, aber auch im Supermarkt und im Museum. Sie war eines der ältesten Delegationsmitglieder, aber sie war auch eines der unermüdlichsten. Die Arbeitsgruppen, die einige Male zu Fragen wie Schülerförderung in Ondini (scholarship fund), und der Partnerschaft tagten, hatten es ihr angetan. Und unermüdlich suchte sie auch die Diskussion mit Menschen in unserer Gemeinde. Sie war einfach offen für politische, soziale und wirtschaftliche Fragen Sie war nicht klein zu kriegen! Sie kam mit wenig Schlaf aus. Sie wollte die Gelegenheit nutzen und viel Neues erfahren. Und sie hat uns von ihrer Gemeinde erzählt, die in Harrismith im Schatten der Anglikanischen und der Katholischrn Kirche um ihr Überleben kämpft. Sie hat die hohe Kriminalitätsrate erläutert, mit der unsere Partner fertig werden müssen. Und sie hat uns beschrieben, wie diese Gemeinde und ihr Glaube ihr Kraft geben. Über allem aber stand die Sorge um „ihre" Kinder. Das sind ihre Enkel, die sie in ihrem Haushalt aufzieht, die Eltern sind an Aids gestorben. Das sind aber auch Waisenkinde, (Aidswaisen, die entweder selbst aidskrank oder deren Eltern Aids zum Opfer gefallen sin.)), die in einem von Privatleuten eingerichteten und unterhaltenem Waisenhaus leben, in dem „Mama" Nyembe 16 Stunden im Monat ehrenamtlich arbeitet. Eine gute Schulbildung für alle Kinder, das ist ihr größter Wunsch. Und da spricht sie voller Dankbarkeit von den Hilfen durch den „scholarship-fund", durch den viele Kinder und Jugendliche zu Schul- und Berufsabschlüssen gekommen sind. Und weil sie diesen Erfolg als Ergebnis der Partnerschaftsarbeit der Kirche sieht, will sie sich auch weiterhin in der Kirche engagieren, als „prayer woman" (Gebetsfrau) in ihrer Gemeinde Harrismith, in der Partnerschaftsarbeit ihrer Gemeinde, als Vertreterin ihrer Gemeinde im scholarship-committee des Kirchenkreises Ondini.
Mrs. Njembe überreichte uns das Schulfoto aus dem Jahre 2006. Nur 6 farbige Schüler werden beschult. Reihe unten, zweiter Schüler von links: Lindokuhle Tembinkosi Njembe, gefördert durch den scholarship-fund des Südafrikakreises. |