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Gemeindebrief Juni - August 2008 |
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Seite 23 von 24 Diakonie-Präsident gegen Branchen-Mindestlohn in der Pflege
Diakonie-Präsident Klaus-Dieter Kottnik hat sich am Freitag in Berlin gegen einen Branchen-Mindestlohn in der Pflege, aber für einen gesetzlichen Mindestlohn ausgesprochen. Jeder Mensch müsse von seiner Arbeit in Würde leben können. Doch seien die besonderen Probleme im Pflegesektor nicht über Mindestlöhne zu lösen. Die Bezahlung der Pflegekräfte komme deshalb unter Druck, weil im Pflegebereich „eine Preisspirale nach unten in Gang gesetzt“ worden sei. Dagegen müsse man vorgehen, so Kottnik. Der niedrigste Tarif in der Diakonie liege immer noch über dem geforderten Mindestlohn von 7,50 Euro in der Stunde. Kottnik ging mit seiner Äußerung auf die Debatte um einen Mindestlohn in der Pflege ein. Kirchliche Arbeitgeberverbände hatten einen Pflege-Mindestlohn bereits abgelehnt. Ende März hatten die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und ein Teil der Arbeitgeber in der Wohlfahrtspflege die Aufnahme der Pflegebranche in das Entsendegesetz beantragt, um einen branchenspezifischen Mindestlohn zu erwirken.
Kottnik sagte, gute Arbeit werde im Pflegesektor schon längst nicht mehr ausreichend finanziert. In den vergangenen Jahren sei in großem Umfang Personal abgebaut worden, um die Kosten zu senken. Die Diakonie werde sich weiter für eine angemessene Bezahlung von Pflegeleistungen einsetzen. Die Unterfinanzierung der Pflege sei durch die am Freitag vom Bundesrat gebilligte Pflegereform nicht angegangen worden, kritisierte der Diakonie-Präsident. Quelle: Berlin (epd) 25. April 2008
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